Allgemeines über den Schwimmteich

Bei einem Schwimmteich handelt es sich im Prinzip um einen Gartenteich, der groß genug ist, um darin zu schwimmen.

Der Schwimmteich ist ein naturnahes, sehr komplexes System, wobei versucht wird, die Reinigungsleistung der Natur (Mikroorganismen, Pflanzen, Substrate, etc.) zu fördern und zu erhalten.

Die Anlage ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Der Schwimm bzw. Nutzungsbereich und die Regenerationszone bzw. Filter. Diese beiden Zonen sind voneinander getrennt. Der Regenerationsbereich ist für die biologische Aufbereitung des Wassers zuständig, dies wird je nach Bauweise durch die richtige Dimensionierung, Bepflanzung und Durchströmung erreicht.

Wie funktioniert die Wasserreinigung

Da Schwimmteiche keine Fließgewässer darstellen, bleiben alle eingetragenen Nährstoffe im Teich. Nicht unwesentlich sind dabei auch die Stoffe die der Nutzer selbst einträgt. Um eine gute Wasserqualität über einen langen Zeitraum zu gewährleisten, müssen diese Stoffe aus dem System entfernt oder abgebaut werden.

Die biologische Wasseraufbereitung nutzt die Fähigkeit von Kleintieren und Bakterien die im Wasser befindlichen Stoffe um-, ab- oder einzubauen. Diese Lebensgemeinschaft entwickelt sich selbstständig im Wasser und Substrat.

Hier ein paar wichtige Wasserparameter (längst nicht vollständig) 

PH-Wert:
Jeder Stoff, der im Wasser enthalten ist, hat eine Auswirkung auf den pH-Wert. Der pH-Wert ist also ein Summenparameter.

Der pH-Wert wird auf einer logarithmischen Skala dargestellt und ist sehr „maskiert“. Der Unterschied zwischen pH 7 und pH 8 ist der Faktor 10. Zwischen pH 7 und pH 9 beträgt er schon Faktor 100.

Im Schwimmteich liegt der PH-Wert normalerweise zwischen 7 und 8,5. Starke Abweichungen nach oben weisen auf zu starkes Algen/Pflanzenwachstum hin. Abweichungen nach unten sind meist Füllwasserbedingt.

Stickstoff:

Ein entscheidender Wachstumsmotor, sowohl für die Bepflanzung als auch für die (Grün) Algen. Normalerweise enthält das Füllwasser genügend Stickstoff, im weiteren Betrieb werden aber weitere Stickstoffverbindungen in das Teichwasser gelangen. Diese Stickstoffverbindungen werden relativ schnell abgebaut oder in die Biomasse der Uferbepflanzung aufgenommen.

Phosphor: 
Diesem Nährstoff muss besondere Beachtung geschenkt werden, da er häufig der limitierende Wachstumsfaktor der Algen darstellt. Auch wenn hohe Stickstoff und Kohlenstoffkonzentrationen vorliegen, kann kein starkes Algenwachstum stattfinden wenn nur sehr geringe Phosphorkonzentrationen vorliegen. Phosphor kann nur schwer aus dem System entfernt werden, eine Möglichkeit ist der Einsatz von Eisenoxihydrat.

Fische und Amphibien:

Fische haben in einem Schwimmteich bitte nichts zu suchen.

1. Durch Ausscheidungen ein starker Nährstoffeintrag erfolgt -> starker Algenwachstum
2. Fische zerstören den Bestand an Wasserflöhen (Daphnien) so stark, das diese nicht mehr effektiv unerwünschte Algen Filtern können.

Frösche und Molche sind normaler Bestandteil eines Teiches und gehören dazu. Je natürlicher eine Teichanlage ist, umso mehr siedelt sich an.

Algen:

Gemeinhin zählen sie nicht zu den gerngesehenen Bestandteilen der Teichanlage. Ohne geht es jedoch nicht, außerdem erfüllen auch die Algen einige wichtige Aufgaben zu Erhaltung der Wasserqualität
– Sauerstoffproduktion
– Nährstoffverbrauch
– Schwebealgen sind „Futter“ für das Zooplankton

Ein klares Wasser und das Auftreten von Fadenalgen (in „normalen“ Mengen) sind ein Anzeiger für eine sehr gute Wasserqualität.